Geopark Porphyrland stellt sich bei Mitgliederversammlung neu auf

Auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Geoparks Porphyrland am 24.11.2025 im Rittergut Trebsen wurden neue Vorstandsmitglieder bestätigt.

Langjährige Akteure schieden alters- oder arbeitsbedingt aus. Mit den neu bestätigten Mitgliedern wurden gleichzeitig Aufgaben innerhalb des Vorstands neu verteilt. Ziel ist es, die anstehenden Projekte und Herausforderungen noch effizienter anzugehen. So ist der Geopark bestens darauf vorbereitet, seine erfolgreiche Arbeit fortzusetzen und als herausragendes Natur- und Kulturerbe weiterhin zu glänzen.

Jahresabschluss und Ausblick

Bei der Mitgliederversammlung wurden der Arbeits- und Haushaltsplan für das kommende Jahr sowie neue Mitarbeitende vorgestellt. Im Fokus der Berichte standen die Herausforderungen, wichtige Arbeitsbereiche und Projekte des Geoparks trotz begrenzter Ressourcen fortzuführen.

Umfassender Personalwechsel in Führungsebene

Die Vereinsführung stellt sich altersbedingt neu auf. Damit wird auf die aktuellen Herausforderungen begegnet. Der bisherige Vereinspräsident Dr. Gerhard Gey ist bereits ausgeschieden. Er prägte den Verein viele Jahre. Dr. Gey bleibt dem Geopark Porphyrland als Ehrenpräsident in beratender und repräsentativer Funktion erhalten. „Bereits als Landrat des Landkreises Leipzig erkannte Dr. Gey die Bedeutung unserer einzigartigen Landschaft. Er sah das Potenzial, das in den Porphyrkuppen, den Steinbrüchen, den Hügeln und Tälern steckt. Nicht als Kulisse, sondern als Identität“, heißt es in der Laudatio zu seiner Ernennung. Der Geehrte betonte in seinen Dankesworten, dass er nicht allein für diesen Erfolg stehe: „Wir hatten gemeinsame Ziele. Sind gemeinsam Wege gegangen. Dank gehört dem Engagement aller.“

Als kommissarischer Präsident leitete zwischenzeitlich Thomas Pöge, bislang stellvertretender Vereinsvorsitzender und Bürgermeister der Gemeinde Thallwitz, die Geschicke des Vereins. Er stellte sich zur Wahl für das Präsidentenamt und wurde einstimmig in diesem bestätigt. Zur Stellvertreterin wurde Gesine Sommer, langjähriges Vorstandsmitglied und Leiterin der Stabsstelle des Landrates Landkreis Leipzig für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung, gewählt.

Auch der langjährige Geschäftsführer Lutz Simmler beendet sein Wirken für den Geopark zum Jahresende.

Neuausrichtung der Geschäftsführung und Struktur

Eine der zentralen Neuerungen ist die Umstrukturierung der bisherigen Geschäftsführungsebene. Die anfallenden Tätigkeiten werden künftig schwerpunktmäßig auf einzelne Vorstandsmitglieder sowie auf die Geoparkmanagerin Rebecca Heinze verteilt. Sie übernimmt als Leiterin und Netzwerkmanagerin Geopark zahlreiche inhaltliche und repräsentative Aufgaben, die sie bereits in der Vergangenheit wahrgenommen hatte. So werden Synergien optimal genutzt.

Die Fokusthemen verteilen sich im Vorstand unter anderem wie folgt:

  • Thomas Pöge (BM Thallwitz): Präsident, Personalangelegenheiten, Vertretung des nördlichen Geoparks;
  • Gesine Sommer (Leiterin Stabsstelle des Landrates): stellvertretende Präsidentin, Arbeitsbeziehungen zum Landkreis Leipzig;
  • Johannes Ecke (Vorstand / BM Mügeln): Schatzmeister, Arbeitsbeziehungen zum Landkreis Nordsachsen, Vereinsfinanzierung, Vertretung östlicher Geopark;
  • Dr. Ralf Gottschlich (Leiter Wilhelm-Ostwald-Park): Themenbereich GeoKultur + Bildung, Vertretung des mittleren Geoparks;
  • Dr. Katja Martin (Leiterin Geoportal Museum Steinarbeiterhaus Hohburg): Vertretung der Geoportale + GeoErlebnisWerkstatt Trebsen;
  • Kerstin Helbig (Leiterin Geoportal Mügeln „Erlebniswelt Kaolin“): Vertretung der GeoRanger;
  • Frank Dehne (OBM Stadt Rochlitz): Vertretung südlicher Geopark sowie  Arbeitsbeziehungen zum Landkreis Mittelsachsen.

Kampf um institutionelle Förderung

Der Geopark Porphyrland kämpft seit Jahren mit einer prekären finanziellen Situation. Der Verein hangelt sich von befristetem Förderprojekt zu Förderprojekt, was zeitweilig zu hoher personeller Fluktuation führt und den Verein als Arbeitgeber unattraktiv erscheinen lässt. Mit Ende der Förderperioden und dem Verlust von Mitarbeitenden gehen oft auch wertvolles Spezialwissen, Netzwerkanbindungen und aufgebaute Schwerpunkte verloren. Die Akteure des Geoparks Porphyrland setzen sich daher vehement für eine dringend benötigte institutionelle Förderung ein

Bedeutung für die Region

Die Arbeit des Geoparks ist von essenzieller Bedeutung für die Region. Er leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Identifikation der lokalen Bevölkerung mit ihrer einzigartigen Landschaft, fördert die Regionalentwicklung durch sanften Tourismus und Bildung und sichert den Erhalt des geologischen Erbes des Porphyrlands. Unserer Meinung nach, ist hier der Landtag als klarer Befürworter und Entscheider gefragt. Wir erwarten von allen Landtagsabgeordneten, dass sie sich für den Geopark Porüphyrland einsetzen – auch über das Jahr 2026 hinaus. „Wir haben die Herzen zahlreicher Abgeordneten in Dresden erreicht. Jetzt braucht es den nächsten Schritt. Mein Wunsch ist, dass unser Geopark Porphyrland eine ordentliche, stabile Finanzierung erhält“, betonte abschließend Ehrenpräsident Dr. Gerhard Gey.