Fachbesuch aus dem Muskauer Faltenbogen
UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen Austausch: Am 26. März durften wir ein Expertenteam aus dem UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen bei uns im Porphyrland begrüßen. Der Besuch der Geologen Dr. Kersten Löwen und Susanne Henke sowie der Ausstellungskoordinatorin Cristiana Kretschmer von der Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“ markiert einen weiteren wichtigen Schritt in unserer Zusammenarbeit.
Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe
Das Treffen konzentrierte sich auf das Geoportal Museum Steinarbeiterhaus Hohburg und die Ausstellung „Supervulkane in Sachsen“ im Geoportal RöcknitzDa im Muskauer Faltenbogen derzeit ein modernes Ausstellungszentrum als Neubau entsteht, diskutierten wir intensiv über die Verbindung von thematischem Ausstellungskonzepten und zeitgemäßer Wissensvermittlung. Wie verwandelt man ein Museum in einen lebendigen Bildungsort? Unsere Gäste nahmen hierfür wertvolle Impulse für ihre eigene Planung mit. Im späteren Verlauf des Treffens wurden Stippvisiten an die Wind- und Gletscherschliffe und den Holzberg unternommen.
Best Practice: Das Steinarbeiterhaus Hohburg
Das Geoportal Museum Steinarbeiterhaus begeisterte als praxisnahes Beispiel für ein lebendiges Museum und als außerschulischer Lern- und Bildungsort. Geoportalleiterin Dr. Katja Martin führte anschaulich und kurzweilig durch das Gebäude. Unseren Gästen wurde gezeigt, wie die Geschichte der Steinarbeiter sowie die Themen Rohstoffe und Industriekultur durch gezielte Programme für Schulklassen greifbar gemacht wird.
Erdgeschichte erleben: Von „Susi Stoßzahn“ bis zu den Supervulkanen
Während wir die Urgewalt der Supervulkane präsentieren, wird der Muskauer Faltenbogen in der neuen Ausstellung große Zeitabschnitte und deren Auswirkungen bis heute darstellen: den Wandel von Kalt- und Warm- bzw. Heißzeiten sowie den Übergang vom Tertiär zum Pleistozän, Rohstoffvorkommen und Industriekultur.
Digitale Horizonte und Vernetzung
Dr. Katja Martin gab wichtige Impulse zum Thema „Museum digital“. Reicht der Platz für physische Exponate nicht aus, bietet diese Plattform ideale Lösungen. So lassen sich beispielsweise umfangreiche Betriebsleitungen u.a. Dokumente archivieren und für Interessierte erschließen. Auch das sogenannte „Vernetzungsexponat“ wurde angesprochen: geschickt innerhalb der Ausstellung installiert, verweist es auf weitere wichtige Ziele in den Geoparks und kann so Besucherströme lenken.
Gemeinsam für das geologische Erbe
Dieser Austausch unterstreicht die Bedeutung der Vernetzung der sächsischen Geoparks. Ob nordsächsischer Vulkanitkomplex oder die beeindruckende Stauchmoräne des Muskauer Faltenbogens – uns verbindet das Ziel, Erdgeschichte erlebbar zu machen. Wir danken Dr. Kersten Löwen, Cristiana Jagiełło und Susanne Richter für den inspirierenden Tag und freuen uns auf die kommenden Projekte und einen Gegenbesuch! (UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen Austausch)

