Jugendliche Führungskräfte beraten im Leipziger Muldenland
Wie bleibt das Leipziger Muldenland für junge Menschen attraktiv? Auf welche Weise können Entscheidungsträger die Standpunkte von Jugendlichen besser erkennen und in ihre tägliche Arbeit integrieren? Diesen zentralen Zukunftsfragen ging das LEADER-Kooperationsprojekt „Ju&Me“ nach. Die Initiative verband die LEADER-Regionen Leipziger Muldenland in Sachsen und Wesermünde-Süd in Niedersachsen, um frische Perspektiven in die Regionalentwicklung einzubringen.
Jugendliche coachen die Politik und Wirtschaft
Das innovative Konzept drehte die klassische Rollenverteilung kurzerhand um: Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren absolvierten eine Ausbildung zu Mentorinnen und Mentoren. Anschließend berieten sie Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Über einen Zeitraum von fünf Monaten bildeten sich feste Tandems, die intensiv an spezifischen Themenfeldern arbeiteten.
Dieses Mentoringprogramm leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Bewältigung des demografischen Wandels im ländlichen Raum. Für Kommunen und lokale Unternehmen spielt die Jugendsicht schließlich eine entscheidende Rolle, um zukunftsfähige Projekte zu entwickeln und tragfähige Entscheidungen zu treffen.
Spannender Perspektivenwechsel im Geopark Porphyrland
In der Funktion als Klimawandelmanager und Geschäftsführer des Geoparks bot dieses Projekt eine hervorragende Plattform für einen tiefgründigen inhaltlichen Austausch. Nach einer kurzen Verzögerung startete die Zusammenarbeit mit der Schülerin Lena Wagner aus Wurzen als persönliche Mentorin. Da sie sich selbst in verschiedenen regionalen Projekten stark engagiert, erwies sich die Terminfindung im Alltag als kleine Herausforderung. Dennoch gelangen hochintensive Gespräche über grüne Beschaffung, zielgruppengerechte Werbung über Instagram, nachhaltige E-Bike-Kampagnen sowie die Arbeit in einem Jugendparlament. Auch der menschengemachte Klimawandel und die Ziele der „Fridays for Future“-Bewegung standen im Fokus des Austauschs.
Ein positives Fazit für die zukünftige Regionalarbeit
Das persönliche Fazit fällt durchweg positiv aus. Die junge Mentorin schaffte es in fast allen Themenfeldern, neue Facetten der Betrachtung und innovative Lösungsansätze aufzuzeigen. Zudem erweiterte sie das bestehende Netzwerk durch wertvolle Kontakte zu weiteren Akteuren. Ein großer Dank gilt Lena Wagner für diesen inspirierenden Einsatz. Beide Tandem-Partner vereinbarten bereits eine Fortsetzung der Zusammenarbeit, sobald die nächsten freien Termine im Kalender stehen.
Mein Fazit: Sie hat es geschafft, mir in fast allen Themenfeldern eine weitere Facette der Betrachtung und Lösungsfindung zu öffnen, das empfand ich als sehr positiv. Sie hat mich dazu mit weiteren Akteuren vernetzt. Vielen Dank an Lena dafür. Wir sind überein gekommen weiter zusammenzuarbeiten, jetzt müssen nur noch die Termine gefunden werden.
Lutz Simmler (Klimawandelmanager Geoparks Porphyrland)

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