Neue Impulse für Barrierefreiheit und Bildung im Geopark Porphyrland

Geopark Porphyrland simul+ Projekte: Der Geopark Porphyrland feiert einen bedeutenden Meilenstein für die regionale Entwicklung. Gleich für zwei wegweisende Kooperationsprojekte sicherte sich der Geopark attraktive Preisgelder aus dem simul+Mitmachfonds 2022. Diese Anerkennung ermöglicht die Umsetzung innovativer Vorhaben, welche den Tourismus sowie die Umweltbildung in Sachsen nachhaltig stärken und für alle Zielgruppen zugänglich machen.

„Entdecken ohne Barrieren“ – Der Balkon von Leisnig

In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Leisnig und dem Eigentümer des Standortes „Forte Belvedere“ entsteht ein neues Highlight für Barrierefreiheit. Das Projekt „Entdecken ohne Barrieren“ verfolgt das Ziel, diesen exponierten „Balkon der Stadt“ uneingeschränkt zugänglich zu gestalten. Von hier aus genießen Besucher einen großartigen Blick auf die Mulde und die markanten Porphyrwände entlang des Riedelsteigs.

Der Geopark wertet diesen Aussichtspunkt durch gezielte Installationen auf:

  • Aussichtsfernrohre lenken den Fokus der Gäste direkt auf die imposante Porphyrwand.

  • Informationstafeln vermitteln anschauliches Wissen zum prähistorischen Supervulkanismus und den lokalen Gesteinsvorkommen.

  • Eindrucksvolle Porphyrgesteine machen die Erdgeschichte vor Ort haptisch erlebbar.

Diese Maßnahmen steigern die touristische Attraktivität bedeutender Sehenswürdigkeiten wie der Burg Mildenstein und der Wanderwege zum Kloster Buch. So wird die geologische Vielfalt für ein noch breiteres Publikum ohne Hindernisse erlebbar.

„Einfach Klasse!“ – Forschergeist im Geoportal Porphyrhaus

Das zweite Erfolgsprojekt konzentriert sich auf die Förderung der nächsten Generation. In Kooperation mit der GeoRangerin und Kreativpädagogin Anja Schwulst baut der Geopark das Porphyrhaus auf dem Rochlitzer Berg konsequent als Bildungs- und Erlebnisort aus.

Dank des Preisgewinns stehen künftig modernste Materialien für neue Programme wie „Von der Natur zur Karte“ bereit. Junge Entdecker nutzen professionelles Equipment für ihre Forschungen:

  • Wanderkarten und Ferngläser unterstützen die Orientierung im Gelände.

  • Wetterstationen und Digitalmikroskope erlauben präzise Beobachtungen kleinster Details.

  • Ein echter Theodolith ermöglicht den Kindern die praktische Landvermessung.

  • Ein Modellier-Sandkasten und spezielle Gesteinskoffer ergänzen das haptische Lernen.

Zusätzlich erweitern kreative Aktivitäten wie das Trommeln von Kieselsteinen, das Schleifen von Schmuckstücken oder das Gießen kleiner Kunstwerke die bereits beliebten Angebote zur Steinbearbeitung.

Gemeinsam für die Region

Der lateinische Begriff „simul“ bedeutet „zusammen“ und bildet den Kern dieser Vorhaben. Die erfolgreiche Umsetzung basiert auf der engen Kooperation mit kommunalen Akteuren, Naturschutzstationen und pädagogischen Einrichtungen. Gemeinsam schafft der Geopark Porphyrland Orte, an denen Geschichte, Natur und Bildung für alle Generationen lebendig verschmelzen. (Geopark Porphyrland simul+ Projekte)