Meilenstein in Leisnig: Die Zukunft des GeoGenuss ist besiegelt
Ein bedeutender Tag für das „Steinreich Sachsen“: Am 4. November versammelten sich zahlreiche Akteure im Stadtgut Leisnig zur abschließenden GeoGenuss-Werkstatt. Dieses Treffen markiert einen entscheidenden Schritt für die regionale Vermarktung im Geopark Porphyrland. Vertreter von Kommunen, Landkreisen, Tourismusverbänden und LEADER-Managements unterzeichneten einen feierlichen „Letter of Intent“ (LoI). Damit bekennen sie sich langfristig zur Stärkung der einzigartigen GeoGenuss-Palette. (GeoGenuss Geopark Porphyrland Leisnig)
Erfolgreicher Abschluss des Projekts „GeoGenuss-Management“
Die Werkstatt bildete den krönenden Abschluss des zweijährigen Förderprojekts „GeoGenuss-Management“. Das Ziel war ehrgeizig: Die Beteiligten wollten die Entwicklung regionaler Produkte auf eine verbindliche, kooperative Basis stellen. Diese Spezialitäten machen die Erdgeschichte der Region kulinarisch erlebbar. Dr. Sabine Heymann und Constanze Weiß von der LE-Regio UG präsentierten die neue Rollenverteilung im Netzwerk.
Dabei fungieren Kommunen, Touristinformationen und LEADER-Regionalmanagements als „Scouts“. Mit ihrer lokalen Expertise spüren sie künftige Partner und innovative Produktideen auf. Dieser dezentrale Ansatz sichert die Authentizität der GeoGenuss-Linie im gesamten Geopark-Gebiet.
Von der Idee zum fertigen Produkt: „Köche“ und „Manager“
Der kreative Prozess gleicht einer gut organisierten Küche. Die „Köche“ – bestehend aus Produzenten, dem Geopark und örtlichen Touristinformationen – entwickeln gemeinsam die Produktgeschichte bis hin zur Etikettierung. Unterstützung erhalten sie dabei von der Sächsischen Agentur für regionale Lebensmittel (Agil).
Auch der Vertrieb folgt einem klaren System: Das RegioOutlet in Grimma agiert als zentraler Vertriebspartner. Flankiert wird dies durch die Expertise des Tourismusverbandes LEIPZIG REGION e.V. Der Geopark Porphyrland behält als „Manager“ die Fäden in der Hand. Er koordiniert das Netzwerk und treibt die Produktentwicklung aktiv voran.
Vernetzung von über 40 Partnern in Leisnig
Rund 40 Teilnehmer unterstrichen durch ihre Anwesenheit die Bedeutung des Termins. Neben Vertretern der 14 Mitgliedskommunen waren auch die Landkreise Leipzig, Mittelsachsen und Nordsachsen vertreten. Die breite Beteiligung zeigt, dass der GeoGenuss ein echtes Gemeinschaftsprojekt für ganz Mittelsachsen ist. Im Stadtgut Leisnig tauschten sich die Partner intensiv über ihre Erfahrungen aus und bündelten ihre Fachexpertisen.
Praktische Einblicke: Genuss, der die Sinne anspricht
Die Theorie wurde in Leisnig schnell lebendig. Der Kräuterhof Falkenhain und die Gaststätte „Zur alten Bäckerei“ gaben praktische Einblicke in ihre Arbeit. Besonders beeindruckte die Vorstellung eines kompletten Genuss-Menüs. Auch neue Produkte begeisterten die Runde: Daniela Heemeier von „Feldversuch Leben“ präsentierte ihr „Salto Vitale“ Bohnenkrautsalz. Die Gäste verkosteten das Gewürz direkt vor Ort und lobten das innovative Konzept. Solche Beispiele demonstrieren eindrucksvoll, wie aus einer ersten Idee ein marktreifes GeoGenuss-Produkt entsteht.
Ein starkes Bekenntnis für Sachsen
Der Höhepunkt der Veranstaltung war die symbolische Unterzeichnung des Letter of Intent. Dieses Dokument manifestiert die zukünftige Zusammenarbeit und ist beispielgebend für ganz Sachsen. Thomas Pöge (amtierender Präsident des Geoparks), Carsten Graf (Bürgermeister Leisnig) und Marcel Buchta (Oberbürgermeister Wurzen) betonten unisono: „Diese Unterzeichnung ist der Startschuss für eine noch intensivere Kooperation.“
Das Projekt zeigt, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) schmackhaft serviert werden kann. Der Geopark Porphyrland beweist einmal mehr, dass regionale Wertschöpfung und Geologie eine perfekte Verbindung eingehen können.

