Steinbruchexkursionen als Lernabenteuer
Das Geoportal Porphyrhaus auf dem Rochlitzer Berg wurde kürzlich zum Labor für moderne Umweltbildung. Rund 20 Akteure nahmen an einer speziellen BNE-Kompetenzwerkstatt teil. BNE steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Teilnehmer definierten das pädagogische Potenzial von Steinbrüchen neu. Das Feld bestand aus erfahrenen GeoRangern und Lehrkräften aus Gymnasien, Oberschulen und Förderschulen im Leipziger Land. Diese Mischung ermöglichte einen wertvollen Austausch zwischen den Fachbereichen.
Theorie trifft Praxis: Geowissenschaften begreifbar machen
Im Zentrum der Fortbildung stand eine essenzielle Frage. Wie lassen sich komplexe geologische Prozesse anschaulich aufbereiten? Das gilt für Schüler und Besuchergruppen gleichermaßen. Nach der Begrüßung gaben Expertinnen fundierte Impulse. Dr. Agnese Fazio und Dr. Sylke Hlawatsch leiteten die Einführung.
Die Referentinnen präsentierten innovative Ansätze der Geodidaktik. Dabei standen Programme der European Geosciences Union (EGU) im Fokus. Auch die international geschätzten Earth Learning Ideas (ELIs) spielten eine Rolle. Diese Methoden machen abstrakte Erdvorgänge haptisch erlebbar. So gelangt die Theorie direkt in die Realität der Lernenden.
Experimentieren am Rochlitzer Porphyr
Der Höhepunkt war der direkte Transfer in die Praxis. Die Teilnehmenden arbeiteten in engagierten Kleingruppen. Sie erprobten verschiedene Experimente für Steinbruchexkursionen.
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Earth Learning Ideas (ELIs): Diese Einheiten nutzen einfache und kostengünstige Materialien. Damit werden Vulkanismus oder Gesteinskreisläufe visualisiert. Das eigene Handeln macht die Dynamik der Erde unmittelbar begreifbar.
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Interaktiver Austausch und Inklusion: GeoRanger und Lehrkräfte diskutierten intensiv. Sie passten die Experimente an verschiedene Zielgruppen an. Besonders der Einsatz an Förderschulen erforderte kreative Ansätze. Diese helfen beim Abbau von Barrieren. So wird die Teilhabe an geologischer Bildung gesichert.
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Themenvielfalt der Lernabenteuer: Die Inhalte waren sehr vielfältig. Es ging um die Entstehung von Magma und die Gesteinsbestimmung. Auch Gedankenexperimente zur Zukunft der Erde gehörten dazu. Die Teilnehmer blickten zudem Jahrmillionen zurück in die Vergangenheit.
Nachhaltige Impulse für die Region
Die Werkstatt lieferte wichtige fachliche Expertise. Zudem stärkte sie die Vernetzung im Geopark-Netzwerk massiv. Gute Verpflegung sorgte für einen passenden Rahmen. So war die volle Konzentration auf den Wissensaustausch möglich.
Die Fortbildung endete bei Sonnenuntergang in der Atmosphäre des Rochlitzer Berges. Alle Methoden stehen nun schriftlich zur Verfügung. Das sichert die nachhaltige Wirkung des Tages. GeoRanger und Lehrkräfte integrieren die Impulse nun direkt in ihre tägliche Arbeit. Das bereichert den Schulunterricht und die Führungen im Geopark.
Weiterführende Informationen zu unseren Bildungsangeboten finden sich hier Angebote für Schulen – Geopark Porphyrland
(c) Danke für die Fotos an Rebecca Löffler & Natasha Allner (beide Geopark Porphyrland).

