Erfolgreicher Arbeitseinsatz am Wachtelberg

Am 10. Oktober 2026 setzte der Geopark Porphyrland ein starkes Zeichen für den aktiven Artenschutz. Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) organisierte die gelungene Aktion, da die geschützten Lebensräume vor Ort dringend Pflege benötigten. Deshalb versammelten sich knapp 30 ehrenamtliche Helfer am Wachtelberg bei Dehnitz. Zusätzlich packten die professionellen Baumfäller Marika und Daniel Röthig aus Tharandt sowie die Akteure des Geoparks tatkräftig mit an. Gemeinsam schnitten die Beteiligten störende Gehölze zurück, indem sie sägten, asteten und das Material beräumten. Dadurch schufen sie wertvollen Freiraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Warum die Entholzung am Wachtelberg entscheidend ist

Der Wachtelberg strahlt als wertvolles Naturjuwel in der Region, jedoch bedroht die schleichende Verbuschung dieses Paradies. Wenn Sträucher und junge Bäume ungehindert wachsen, verdrängen sie nämlich den typischen Offenland-Charakter des Naturschutzgebietes. Weil dichte Gehölze das Areal rasch überwuchern, entziehen sie den seltenen Arten das überlebenswichtige Licht, das Wasser und den Raum.

Schutz für Küchenschelle und Kammmolch

Deshalb konzentrierte sich die Landschaftspflegemaßnahme gezielt auf den Erhalt von zwei gefährdeten Schlüsselarten:

  • Küchenschelle (Osterblume): Diese violett blühende Pflanze verlangt nach sonnenverwöhnten, nährstoffarmen Trockenrasen, da sie im kühlen Schatten dichter Sträucher schnell verkümmert.

  • Kammmolch: Dieser streng geschützte Amphibienbewohner benötigt besonnte Landlebensräume, während er gleichzeitig saubere Gewässer in direkter Nähe sucht.

Erfolgreiche Teamarbeit und mediale Begleitung

Durch den tollen Einsatz der LaNU, lokaler Helfer sowie der GeoRanger Grit Lettner, Natasha Allner, Thilo Blamberg, Jörg Naumann und Thomas Pötzsch gelang die fast vollständige Befreiung der Fläche von störendem Aufwuchs. Solche Pflegeeinsätze sichern die biologische Vielfalt in der geologisch einzigartigen Vulkanlandschaft nachhaltig.

Infolgedessen begleiteten auch regionale Medienvertreter das Geschehen vor Ort. Sowohl Muldental TV als auch der MDR Sachsenspiegel berichteten ausführlich über den gelungenen Tag.

(c) Fotos: Natasha G. Allner / Geopark Porphyrland